Arbeitsbedingungen für Film- und TV-Schauspieler auf dem Prüfstand
Fragen zur aktuellen Arbeitssituation, zum Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 sowie zur Zufriedenheit mit der eigenen Lebenssituation – dies sind die Themen einer aktuellen Branchenerhebung des Bundesverbandes der Film- und Fernsehschaupieler (BFFS) in den eigenen Reihen. Hintergrund der Umfrage ist die Gesetzesreform zu diesem Thema, die durch eine Initiative des BFFS am 1. August 2009 in Kraft getreten ist. Diese ermöglicht Schauspielern unter bestimmten Bedingungen den Bezug von Arbeitslosengeld 1, wenn sie in den letzten zwei Jahren 180 – statt der üblichen 360 – Tage sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren.
In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Andrea D. Bührmann, Institut für Soziologie der Universität Münster, und der Forschungsgruppe BEMA will der BFFS nun prüfen, ob das Gesetz eine spürbare Wirkung entfaltet oder aufgrund der kaum erfüllbaren Bedingungen nur symbolischen Wert hat. Aussagekräftige Ergebnisse werden Mitte Oktober erwartet.