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Wettbewerbsbeitrag "Freiheit" von Jan Speckenbach (Foto: Tilo Hauke / One Two Films)

Starker deutscher Auftritt in Locarno

Wie schon im Vorjahr, ist das deutsche Kino auch beim diesjährigen Filmfestival von Locarno (2. bis 12. August) wieder sehr präsent. Insgesamt wurden 28 heimische Filme und Koproduktionen ins Programm aufgenommen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Nachwuchstalenten.

So geht im Internationalen Wettbewerb mit "Freiheit" von Jan Speckenbach (DE/SK, One Two Films, ZAK FILM Productions) junges deutsches Kino ins Rennen. Genauso im beeindruckenden Freilichtkino der Piazza Grande. Hier feiern "Drei Zinnen" von Jan Zabeil (DE/IT, Rohfilm) mit hochkarätiger Besetzung sowie "Der Mann aus dem Eis" von Felix Randau (DE/IT/AT, Port au Prince Film & Kultur Produktion, Lucky Bird Pictures), eine Geschichte aus der Jungsteinzeit, ihre Weltpremieren.

In der unabhängigen Sektion Semaine de la Critique, organisiert vom Schweizer Verband der Filmjournalisten in Zusammenarbeit mit dem Festival, kommen in den Dokumentarfilmen "Das Kongo Tribunal" von Milo Rau (DE/CH, Fruitmarket Arts & Media) und "The Poetess" von Stefanie Brockhaus und Andreas Wolff (Brockhaus/Wolff, HFF München) aktuelle politische Themen zur Sprache.

Auch bei den Kurzfilmen gibt es eine Reihe von Beiträgen aus Deutschland: Willy Hans zeigt "Das satanisch Dickicht – Drei" Internationalen Kurzfilmwettbewerb. "Und alles fällt" von Nadine Schwitter (Kunsthochschule für Medien Köln) läuft in der nationalen Konkurrenz. Weiterhin ist One Two Films aus Deutschland neben "Freiheit" mit einer weiteren Produktion im Festival vertreten, dem Kurzfilm "A Manifest for the Un-Communal" von Syllas Tzoumerkas (DE/IL) in Fuori Concorso. "Phantasiesätze" von Dane Komljen (DE/DK, Flaneur Films) ist in Signs of Life programmiert.

Eine komplette Liste der deutschen Filme und Koproduktionen in Locarno 2017 finden sie hier bei German Films.

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